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Shih Tzu Welpen

Christoph MeyerErnährungsberater für Hunde & Katzen

Shih Tzu Welpen – ein Hund ohne Zweitberuf

Die meisten Rassen mussten etwas leisten. Der Shih Tzu nicht. Er wurde in tibetischen Klöstern und am chinesischen Kaiserhof gehalten, und seine Aufgabe war, Gesellschaft zu leisten.

Das merkt man ihm bis heute an: Er ist selbstbewusst, freundlich, ohne Jagdtrieb und ohne Arbeitsdrang. Er will dabei sein, nicht beschäftigt werden.

Sein Name bedeutet „Löwenhund“, und das Löwenhafte steckt im Auftreten: Ein Shih Tzu ist klein, aber er benimmt sich nicht so.

UrsprungslandTibet / China
Schulterhöheetwa 20 bis 27 cm
Gewicht4,5 bis 8 kg
Alter12 bis 16 Jahre
Fellsehr lang, dicht, mit Unterwolle
VerwendungBegleithund

Der Charakter & das Wesen von Shih Tzu Welpen

Freundlich, anhänglich, unaufgeregt – und mit eigener Meinung. Ein Shih Tzu ist kein Hund, der unterwürfig gehorcht. Er entscheidet mit, und wer das als Sturheit versteht, hat den falschen Hund.

Er kommt mit wenig Bewegung aus, braucht aber Gesellschaft. Er wurde als Schoßhund gezüchtet und trägt das noch in sich: Allein zu Hause ist nicht seine Stärke.

Stubenreinheit dauert bei dieser Rasse oft länger. Das ist bei kleinen Rassen allgemein so – die Blase ist klein und die Abstände kurz. Geduld und ein Plan helfen mehr als Ärger, siehe Welpen stubenrein bekommen.

Auf einem Blick

Die Pflege und Haltung eines Shih Tzu Welpen

Hier liegt der Punkt, an dem die meisten Halter überrascht werden: Das Langhaarfell braucht tägliches Bürsten. Nicht gelegentlich – täglich. Wird es zwei Tage versäumt, entstehen Knoten, die sich nur noch herausschneiden lassen.

Viele Halter entscheiden sich für einen kurzen Schnitt alle acht bis zwölf Wochen. Das ist kein Verrat an der Rasse, sondern eine ehrliche Entscheidung für den Alltag – und dem Hund ist es angenehmer als Filz.

Dazu kommen:

Anfälligkeiten & häufige Krankheiten bei dieser Hunderasse

Der kurze Kopf. Der Shih Tzu gehört zu den brachyzephalen Rassen. Wie stark ihn das beeinträchtigt, hängt sehr von der Zuchtlinie ab: Es gibt Hunde mit freier Atmung und solche mit deutlichen Geräuschen und Atemnot bei Belastung. Beim Welpenkauf ist das das wichtigste Kriterium – achte auf sichtbar offene Nasenlöcher und einen Welpen, der ohne Röcheln atmet.

Die Augen. Sie liegen flach und sind ungeschützt. Hornhautverletzungen sind häufig, ebenso trockenes Auge und Entzündungen. Ein zukneifendes Auge ist immer ein Fall für die Praxis, siehe Augen und Ohren beim Welpen.

Weiter vorkommen:

Hitze ist wie bei allen kurzköpfigen Rassen ein ernstes Thema – siehe Hitzschlag beim Welpen.

Und wie ist es mit der Familientauglichkeit und Kindern?

Gut, mit Rücksicht. Er ist freundlich und nicht schreckhaft, aber er ist klein und nicht robust. Ein Shih Tzu, der von einem Kind hochgehoben und fallen gelassen wird, verletzt sich ernsthaft.

Für Familien mit älteren Kindern und für ruhige Haushalte ist er ein guter Begleiter. Für Toberunden mit Kleinkindern nicht.

Shih Tzu FAQ

Wie viel Fellpflege braucht ein Shih Tzu wirklich?

Bei langem Fell täglich zehn bis fünfzehn Minuten. Bei kurzem Schnitt deutlich weniger, dafür alle acht bis zwölf Wochen zum Hundefriseur.

Haart er?

Wenig, weil das Haar lange wächst, statt auszufallen. Dafür verfilzt es.

Ist er ein Allergikerhund?

Nein. Er haart wenig, aber Hautschuppen und Speichel bleiben – und die sind die üblichen Auslöser.

Wie viel Bewegung braucht er?

Zwei kurze Spaziergänge täglich genügen vielen. Bei Hitze eher weniger.

Worauf achte ich beim Welpenkauf besonders?

Auf die Atmung. Ein Welpe, der im Ruhezustand hörbar atmet oder beim Spielen schnell röchelt, bringt ein Leben lang Probleme mit.

Zusammenfassung

Der Shih Tzu ist ein reiner Begleithund: freundlich, selbstbewusst, mit wenig Bewegungs- und viel Gesellschaftsbedarf. Der Hauptaufwand ist das Fell – täglich, nicht wöchentlich, oder alternativ ein regelmäßiger kurzer Schnitt. Als kurzköpfige Rasse ist er hitzeempfindlich, und die Atmung sollte beim Welpenkauf das entscheidende Kriterium sein. Seine Augen brauchen tägliche Aufmerksamkeit. Dafür wird er alt: zwölf bis sechzehn Jahre sind normal.